Die Liebfrauengemeinde in Goch - Versuch einer Erinnerung

Inhaltsbereich:Der Kirchenbau

Auszug aus der Gemeindechronik:

"Begonnen wurde der Neubau am 23. Mai 1932. Nach feierlichem Hochamt zogen die Geistlichkeit und der Kirchenvorstand zum Bauplatz, wo durch Schnürgerüste die Stelle, wo das Gotteshaus errichtet werden sollte, abgezeichnet war; sie vollzogen den ersten Spatenstich und die Aufrichtung eines schlichten Holzkreuzes, wonach die Weihe des Bauplatzes durch Herrn Pastor Brimmers erfolgte.

GrundsteinlegungGrundsteinlegung durch Weihbischof Johannes Scheifes (1932)Danach wurde sofort mit den Erdarbeiten begonnen, denen die Fundierungsarbeiten, die durch den knapp 1 Meter unter Terrain liegenden Wasserspiegel sehr kompliziert waren und sorgfältig durchgeführt werden mussten. Bereits Anfang des Monats Juni begannen die mächtigen Mauem und Pfeiler des Untergeschosses sich über den Fundamenten zu erheben. Dann erfolgten die Einschalung und das Betonieren der weit gespannten Eisenbetondecke, die später als Boden der Kirche dienen sollte. Die Arbeiten wurden so schnell gefordert, dass bereits am 29. Juni, dem Tage Peter und Paul, die feierliche Grundsteinlegung durch den Hochwürdigen Herrn Weihbischof Dr. Johannes Scheifes unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde erfolgen konnte.

Höher und höher wuchsen die Mauem und Pfeiler; die Dächer über der Kirche, dem Seitenschiff und dem Westwerk waren gerichtet. Am 14. September wurde das Richtfest gefeiert, das mit bengalischer Beleuchtung des Rohbaues und Gesang der Gemeinde einen würdigen Abschluss fand.

Am 26. September wurden die für unsere Kirche bestimmten Glocken in Gescher in Westfalen von der alten Firma Petit & Gebr. Edelbrock gegossen. Herr Pastor Brimmers und verschiedene Geistliche und der Kirchenvorstand wohnten dem Guss der Glocken bei. Am 29. Dezember wurden die Glocken in feierlichem Zuge von der Bahn durch die geschmückten Straßen der Stadt gefahren, wo am 01. Januar 1933 deren feierliche Weihe durch den Hochwürdigen Herrn Dechanten Tack aus Asperden, wiederum unter großer Beteiligung der Gemeinde vollzogen wurde."

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Wiederaufbau nach der Zerstörung 1945

(Auszug aus der Festschrift zur 75-Jahr-Feier von 2008)

Umgestaltung des großen Altarbildes in der ApsisDas neue Altarbild entsteht (1957) "Helmut Reintjes war als Pastor der Hirte der Gemeinde. Er lebte, was er sagte! In seine Zeit fallen auch viele bauliche Veränderungen: Für die Ausführungen ist Dipl. Ing. Architekt Heinz Wrede verantwortlich. Erstes Projekt ist die Erweiterung des Pfarrheimes. Danach beginnt der Umbau des Kirchenraumes.

Die große Rückwand mit dem Christusbild wird optisch verkleinert und mit einem Bronzekreuz, geschaffen von Roland Friedrichsen, München, verziert. Die Orgelempore wird von vorne links nach hinten verlegt, wie vor der Zerstörung. Altar, Ambo und Tabernakelstele gestaltet ebenfalls Bildhauer Friedrichsen.

Die Stufenanlage erhält durch die Neugestaltung ein völlig neues Aussehen. Auch die Mauerscheibe vor dem Abgang zur Krypta verändert den Gesamteindruck sehr positiv. Die Bilder zeigen deutlich, wie umfassend die Verbesserungen sind.

Danach bekommt die Krypta ein völlig neues Gesicht. Die nach dem Krieg geschlossenen Nischen werden aufgebrochen, ein direkter Ausgang zum Hof mit zwei Fenstern verschönert und erhellt die Krypta. Die drei Rundfenster und die Langfenster mit Tür zum Hof gestaltet der Künstler Klos. Die Krypta ist so heute ein ansprechender Raum, der sich ganz besonders für die weniger besuchten Werktagsgottesdienste anbietet.

All diese Maßnahmen erfordern zusätzliche Arbeit und Improvisationsvermögen für Pastor, Kirchenvorstand und Gemeinde. Als der gesamte Umbau fertig ist, wird der Ruf nach einer neuen Orgel laut. Trotz einiger Gegner in der Gemeinde wird gespart und gesammelt, so dass die Orgel am 13. April 1997 eingeweiht werden kann."

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